Baukunst in Baden
  Offenbg. Stadtpalais (14)
 





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Stadtpalais in Offenburg (Landkreis Ortenau)   /   um 1830

Elegantes Stadtpalais in der Altstadt Offenburgs. Der die Mitte des Gebäudes mit dessen Eingang betonende Tempelportikus erhält durch die Einfügung eines Mezzanin-Geschosses ein vorteilhafte Wirkung — die Tempelfront erhebt sich auf diese Weise deutlich über die angrenzenden Seitenflügel.
     Wie bei diesem Typus üblich tritt der Mittelrisalit nur wenig aus dem Baukörper nach vorne. Leider entfiel der gleichfalls übliche, zum Piano Nobile gehörende Balkon — schade um dieses stets belebende Detail. Andererseits gerät dieser Umstand für die vertikale Geste der Mittelpartie, da keinen bremsenden horizontalen Gegenakzent setzend zu glücklicher Fügung.
     Der Portikus tritt, durch die Pilaster dynamisiert schwungvoll aus dem Gesamtbaukörper in die Höhe. Der krönende Dreiecksgiebel mit akzentuierendem Halbkreis-Fenster detailliert sich fein, auch greift er auf ansehnliche Weise das Motiv der niedrigen Balkenköpfe der Seitenflügel wieder auf. Einzig die schmalen Pilaster-Kapitelle sind zu bedauern — von ausladender kraftvoller Formung gemäß Weinbrenner-Anspruch wollen sie nichts wissen. Schließlich erzählt auch der von ihnen getragene, aber leider nicht umlaufende Gebälkstreifen von abträglicher Wirkung. Das Gesamtbild freilich deutet in gefälliger stämmiger Komposition ganz auf den Meister.
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Quellen
1) das Bauwerk selbst - Stilmerkmale und Wirkungen; Betrachtung des Gebäudes vor Ort; Entstehungszeit abgeschätzt


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